AL-ḪWĀRIZMĪ

AL-ḪWĀRIZMĪ


(Muslimischer Mathematiker, Astronom und Geograf)

Fatima ist von der Schule nach Hause gekommen und hat das Mittagsgebet verrichtet, dann ihrer Mutter in der Küche geholfen und schließlich das Mittagessen mit der Familie gegessen. Nach dem Essen begann folgende Unterhaltung:
Die Mutter: „Fatima! Wie war dein Tag heute in der Schule?“
Fatima: „Es war echt super! Ich hab heute viel gelernt, besonders in der Mathestunde.“
Die Mutter: „Ich hab Mathe immer gemocht und viel darüber gelesen, besonders, dass der Gründer der Algebrawissenschaft und gleichzeitig ein Hauptgründer der Mathematikwissenschaft ein Muslim war.“
Fatima: „Und wie hieß dieser Wissenschaftler?“
Die Mutter: „Er hieß Al-Ḫwārizmī und lebte ungefähr von 780 bis 850.“
Fatima: „Mama! Das ist aber ein schwieriger Name!“
Die Mutter lacht: „Ja, da hast du Recht! Sein voller Name lautet Abū Ǧaʿfar Muḥammad Ibn Mūsā Al-Ḫwārizmī. Sein letzter Name bedeutet, dass er aus der großen Oase Choresmien im heutigen Usbekistan im westlichen Zentralasien stammt.“

Fatima: „Und was hat Al-Ḫwārizmī gemacht? “
Die Mutter: „Er hat beispielsweise die Algebrawissenschaft begründet, deren Name von einem Buch von Al-Ḫwārizmī abgeleitet wurde. Auch war er der erste, der die Ziffer _auf Arabisch heißt Null (Sifr)_ in der Mathematik benutzt hat. Er hat zudem viel über Astronomie geschrieben sowie als Geograf im Auftrag von Al-Maʾmūn, dem siebten Kalifen der Abbasiden, eine Landkarte mit der ganzen Erde gezeichnet.“
Fatima: „Wunderbar! Er hat so viel für uns gleichzeitig gemacht.“
Mutter: „Weißt du auch, dass die Ziffern, die wir heutzutage in Europa benutzen, von den Arabern genommen wurden? Al-Ḫwārizmī hat auch einige Schriften über die indischen Zahlzeichen verfasst, die man in Europa benutzt hatte.“


arabische Ziffern (oben) und indische Ziffern (unten)

Fatima: „Mama! Er war wie ein großer Kühlschrank, in dem es verschiedene Arten von Eiscreme gibt.“
Die Mutter: „Ja! Und stell dir vor! Er hat auf eine sehr schöne Weise die Mathematik mit der Moral verbunden.“
Fatima: „Was meinst du damit? Sag es mir bitte!“
Die Mutter: „Er hatte eine besondere Theorie über die Moral. Sie sieht folgendermaßen aus:
Wenn ein Mensch Moral, also gute Charaktereigenschaften besitzt, dann ist er wie eine 1;
hat er dazu ein schönes Aussehen, dann ist er wie eine 10;
hat er darüber hinaus Besitztum, dann ist er wie 100;
hat er ferner eine edle Abkunft, dann ist er wie 1.000;
wenn jedoch die 1, also die Moral, von der Zahl 1.000 verschwunden ist, dann ist dieser Mensch nur noch 000!“
Fatima: „Oh, super! Hast du ein Bild von ihm? Ich will ihn sehen!“
Die Mutter: „Nein! Aber hol mal dein Tab! Dann können wir ein schönes Bild suchen.“
Fatima bringt ihr Tab und sucht im Internet mit ihrer Mutter und sie finden unter vielen Bildern auch das folgende:

 

Fatima: „Ja, das ist schön! Darf ich bitte dieses Bild ausdrucken und morgen in die Schule mitnehmen? Ich will der Mathelehrerin das erzählen, sie wird sich bestimmt darüber freuen.“
Die Mutter: „Ja, gerne!“
Fatima: „Danke schön, Mama! Ich gehe jetzt, um meine Mathe-Hausaufgaben zu lösen.“
Die Mutter: „Roger! Viel Spaß! Aber vergiss nicht die 1!“


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