Vorzug des Verrichtens des freiwill...

Das Ägyptische Fatwa-Amt

Vorzug des Verrichtens des freiwilligen Gebets in der Nacht im Monat Ramadan

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eiwilligen Gebets in der Nacht im Monat Ramadan?

Antwort

    Allahs Gesandter (Allah segne ihn und seine Familie und schenke ihnen Wohlergehen!) machte das Verrichten des freiwilligen Gebets in der Nacht im Ramadan zur Sunna und erweckte den Wunsch danach. Al-Buchari und Muslim überlieferten nach einer Aussage von Abu Huraira (möge Allah an ihm Wohlgefallen finden!), dass Allahs Gesandter (Allah segne ihn und seine Familie und schenke ihnen Wohlergehen!) sagte: "Wer immer - aus dem Glauben heraus und aus der Hoffnung auf die Belohnung Allahs - den Ramadan im Beten verbringt, dem werden seine vergangenen Sünden vergeben."
    Dieses Verrichten des freiwilligen Gebets in der Nacht verwirklicht sich durch Tarawih-Gebet (freiwilliges Gebet nach dem Nachtgebet im Monat Ramadan), das nur im Ramadan verrichtet wird. Das Verrichten dieses Tarawih-Gebets aus dem Glauben heraus bedeutet das Glauben daran, was Allah dem Fastenden an Belohnung verhieß, wobei aus der Hoffnung auf die Belohnung Allahs bedeutet, dass man die Belohnung einzig und allein von Allah, dem Erhabenen, erwartet und diese nur bei IHM erspart, und zwar durch Aufrichtigkeit beim Handeln.

    Es gibt viele authentische Überlieferungen, die uns berichten, dass der Prophet (Allah segne ihn und seine Familie und schenke ihnen Wohlergehen!) beim Tarawih-Gebet acht Rak´a, zehn Rak´a respektive zwölf Rak´a betete, und zwar gemäß den Situationen, in denen er sich jeweils befand.
    Man kann also sagen, dass das Minimum beim Tarawih-Gebet acht Raka beträgt, wobei es kein Maximum hat. Die vier sunnitischen großen Rechtsschulen sind der Meinung, dass man dabei 20 Raka betet.
    Es ist ebenso empfehlenswert, dass man im Tarawih-Gebet den ganzen Quran liest, wobei man in jeder Nacht einen Teil von ihm liest. Ein Imam soll es den Leuten leicht machen, und zwar auf Grund eines von Al-Buchari und Muslim überlieferten Hadithes: "Wenn jemand den Menschen vorbetet, soll er das Gebet leicht machen." Die Erleichterung bedeutet nicht, was einige Imame an Beschleunigung im Tarawih-Gebet tun, so dass der Betende sein Vorbeugen und seine Niederwerfung nicht vollständig und nicht in Ruhe, die eine Elementarpflicht darstellt und ohne die das Gebet hinfällig wird, verrichten kann. Vielmehr bedeutet die Erleichterung das Nicht-in-die-Länge-Ziehen bei gleichzeitiger Präzision der Rezitation und gleichzeitigem Vollzug der Elementarpflichten, zu denen die Ruhe gehört.

    Es ist besser, dieses Gebet in der Moschee zu verrichten, auch wenn einige Rechtsschulen der Meinung sind, dass es besser ist, dass man es zu Hause verrichtet, es sei denn, man befürchtet, bei dessen Verrichten müßig zu gehen, falls man es zu Hause betet. Es ist indes besser, dass man es in der Moschee verrichtet, falls man beim Durchführen dieser Zeremonie hilft, wenn jemand beispielsweise ein Imam ist oder eine gute Stimme bei der Quran-Rezitation hat oder zu denjeinigen gehört, die als Vorbild angesehen werden.

Und Allah, der Hocherhabene, weiß es am besten!

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